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Jugendtauchfahrt DUC Kiel und Tauchgruppe Kiel 2011 Drucken
Diese Fahrten haben inzwischen einen traditionellen Charakter - sie finden inzwischen seit 9 Jahren statt. Nächstes Jahr wäre es das 10. Mal. Na ja - die erste Fahrt 2003 war noch privat organisiert, so dass es im kommenden Jahr erst die offiziell 9. sein wird. Aber trotzdem ein Grund zurück zu blicken.
 
Bis 2007 fuhren wir jährlich an das Wohlenberger Wiek, wo ein Wismarer Tauchverein sein Clubhaus (eine Datscha) liegen hat. 2008 ging es mit den älteren Jugendlichen zum Tauchen Pfingsten nach Gammel Albo und mit den jüngeren zur Schnorchelfahrt nach Wismar. 2009 fuhren wir mit beiden Gruppen auf die Insel Fehmarn und in den letzten beiden Jahren wie o. g. nach Flensburg, wobei der Teil für die jüngeren Jugendlichen letztes Jahr auf Grund von Unwetter "ins Wasser" fiel.
 
Ich komme auf den Gedanken eines Rückblickes deswegen, weil die Generationen Jugendlicher, die wir in diesem Jahr mit PTG ins Wasser führten, das Alter der Jugendlichen hat, mit denen wir 2003 (offiziell 2004) starteten. Eine Generation haben wir also schon mit Tauchen in das Erwachsenenalter gebracht. Sie sind heute Studenten, fahren Auto und trainieren auf der Erwachsenenbahn bzw. beim Unterwasserrugby. Und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass ein oder zwei von den nunmehr "Alten" uns in Zukunft bei der Betreuung der noch "Jungen" unterstützen werden und auch die Ausbilderschiene betreten werden. (DIE ALTEN, die ihr das lest - betrachtet diese Worte als Aufforderung!!!), was bei der Rahmenorganisation der letzten beiden Jahre auch schon z. Tl. geschah. Tauchgruppenorganisation sowie die des Küchen- und Klodienstes war schon Aufgabe der Alten (bei ersterem natürlich mit Ausbilderunterstützung).
 
Ich war in jedem Jahr dabei und bin ein wenig stolz auf die Entwicklung, die die Kinder- und Jugendarbeit im DUC zusammen mit der Tauchgruppe Kiel genommen hat.
 
Aber es war eine Jugendfahrt und einige der Jugendlichen haben sich wieder die Mühe gemacht und etwas aus ihrer Sicht über die Tage vom 08. bis 14. 07. geschreiben (die Mörderin ist auch darunter).

 

Tauchcamp 2011

Es ist schön, das der DUC und die TGK so etwas veranstalten. Wir haben viele tolle Tauchgänge gemacht, wobei die Sicht nicht so toll war. Es war nicht so kalt. An allen Tagen war auch tolles Wetter. Bis auf Mitwoch wo das Zelt, in dem ich geschlafen habe, einfach in einander gebrochen ist, weil es sehr starken Wind gab und es ziemlich doll geregnet hat. Insgesamt sehr toll, und ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wo ich bestimmt auch wieder am Tauchcamp teil nehmen werde.
 
von Patrick

Die Freizeit fing für mich damit an, das mein Bruder Bo und ich erst Sonntag anreisten, da wir vorher noch bei einem Familientreffen in Bielefeld waren.
Als wir mit dem Auto auf den sonnigen Vorhof rollten, kamen gleich die ganzen tollen Erinnerungen aus dem letzten Jahr hervor, und Bo und ich hatten eine große Vorfreude auf den nächsten Tag.
Wir räumten unsere Sachen aus und ich sprangen gleich in meinen Neopren-Anzug, um mit Martin einen Tauchgang zu machen. Es ging zur Plattform, dann zum Wald. Die Temperaturen dort unten waren ziemlich gering. Nach dem Auftauchen und Umziehen spielten Christoph und ich mehrere Runden Fußball-Tennis. Der Tag neigte sich recht schnell dem Ende, zum Abendbrot grillten wir und anschließend wurde ein Feuer entzündet.
 
Montag - 08:30.....
.....KLINGELINGELING!!!!! Verdammt! Schon wieder die Mädchen mit der sch**? Glocke, die uns zum Frühstück rufen sollte - keiner hatte Bock!
Naja, was soll`s! Raus aus den Schlafsäcken und ab zum Frühstück! Müsli, Brötchen, Kakao und tonnenweise Aufstrich versüßten den Morgen. Nachdem die Mägen gefüllt waren wurde das berüchtigte Mörderspiel in Gang gesetzt. Später wurden noch die Tauchgruppen angesagt und ab ging`s zum Zelt, um uns anzurödeln. Diesmal tauchte ich wieder mit Martin und wir hatten eine besondere Mission! Wir mussten vier Bojen an der großen Plattform installieren, die später ihre Verwendung zeigen würden. Nachdem wir wieder aufgetaucht waren, ging es für mich gleich wieder mit Lotta und Henry los,da ich noch über 150 Bar verfügte.
Am Nachmittag ging es wieder in den nassen Neo, um am Apnoe-Training teil zu nehmen, wofür die Bojen an der Plattform gedacht waren. An den Schnüren waren Aufgaben angebracht, die man lösen musste.
Am Abend wurde noch ein Nachtschnorcheln unternommen, an dem fast alle teilgenommen haben. Jeder hatte eine Lampe und wir haben viele Tiere gesehen, die man sonst nicht sieht.
 
Dienstag - 08:30 ....
.....KLINGELINGELING!!!!! Was soll das???? Warum wird man so brutal aus dem Schlaf gerissen??!! Halbe Stunde später saßen verschlafene Jungen und hellwache Mädchen am Tisch und alle verzehrten genüsslich das Frühstück. Daraufhin wurden die Tauchgruppen verkündet und `ne halbe Stunde später wurde sich ferig gemacht. Ich war mit Martin und Bo eingeteilt und nachdem wir die Taucherflagge gehisst hatten, tauchten wir zur Plattform ab, damit Martin dort seine Bojenschnüre wider entfernen konnte, die am Vortag versenkt wurden. Dies erwies sich jedoch als Griff ins Klo, denn fünf Minuten nach Beginn der Aktion konnte man die Hand vor Augen nicht mehr erkennen. Die nachfolgenden Taucher waren nicht so glücklich mit der Situation an der Plattform.:D
Den Rest des Tages gestalteten wir mit unserem eigenen Programm: Filme gucken, Pokern, Siedler, Fußball-Tennis oder Fußball. Nach dem Abendbrot wurde dann der Mörder ziemlich aktiv. Nach kurzer Zeit waren fast alle noch lebenden Leute ins Grab verfrachtet worden.
Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch war für einige eine der Kürzesten. Sie wurden ruckartig durch das zusammenbrechende Zelt geweckt. Draußen stürmte und regnete es enorm, sodass das Zelt so schnell wie möglich geräumt wurde und im Clubraum weiter geschlafen wurde.
Da das Wetter so schlecht war, fuhren wir nach dem Frühstück zur Phänomenta. Am Nachmittag wurden wieder einige Spiele gespielt, jedoch alle nur im Gebäude.
 
Euer Michael

 

 

Aus der Sicht des Mörders (der Mörderin)

Ich ziehe eine Karte vom Stapel, drehe sie in meiner Hand. Kreuz Ass. "Und? Mörder? "Nein", antworte ich. Ja, denke ich. Ich schaue mich um. Überall wird rumgefragt, keiner konzentriert sich mehr aufs Essen. Keinen Bock, denk ich und lehne mich zurück.

Nach dem Mittag sind Max und Jonny tot. Ich wars nicht, sie haben Ronja verdächtigt.

Rüdiger kommt mir entgegen. Bin auf dem Weg in die Küche. Soll ich oder soll ich nicht?

Ich sehe mich um. Keiner sonst da. Ich mache den Mund auf .... und wieder zu. Gelegenheit vorbei. Ich glaub ich bin übervorsichtig.

Ich föhne meine Haare, höre wie die Tür aufgeht. Henry geht ans Waschbecken. Ich betrachte seinen Rücken. Wir reden, ich überlege. Soll ich oder soll ich nicht? "Henry? Bist du böse, wenn ich dich jetzt erschieße?"
Patrick kommt rein. Sagt nicht mal Hallo, geht ans Waschbecken. "Patrick? Dich hab ich erwürgt." Das einzige was er dazu zu sagen hatte: "Hätte nie gedacht, dass ich mal von einem Mädchen auf dem Jungenklo erwürgt werde!"
 
Nächster morgen. Gehe gleich mit Anja tauchen, bringe sie vorher aber im Gruppenraum um. Geköpft. Ziemlich dumm und offensichtlich, dachte ich danach.
Lotte und Lara sind tot. Tja, ich wars nicht. Sie haben Lars beim Mittag verdächtigt und sich damit selbst umgebracht.
 
Am Abend wurde vom Mörder mehr Action gefordert. Soll ich jetzt beleidigt sein? Nein, eher nicht. Vielleicht war ich wirklich ein bisschen zu vorsichtig. Einen Plan hab ich zwar nicht, aber als mir Lars auf der Wiese entgegen kommt, ist sein Gesichtsausdruck echt lustig, als ich ihm sagte, dass er leider, leider von mir vergiftet wurde.
 
Ich gehe weiter. Mir kommen Matti und Max entgegen. Hmm, Max ist ja schon tot... "Matti, glaubst du eigentlich, das ich die Mörderin bin?" frage ich. Auf sein "Keine Ahnung" beschließe ich ihn in die Wand einzumauern, da kann er mich nicht mehr nerven.
Jonny und Cay kommen vorbei. Max versucht ihnen zu verklickern, dass sie abhauen sollen, aber die hellsten waren sie ja noch nie. Mein Glück! "Cay, dich hab ich auch vergiftete!"
"Ich will aber nicht auch vergiftet sein" mault er rum. "Pff, ist mir doch egal. Tot bist so oder so!" Auf der Liste steht später eine etwas andere Todesursache, die ich ihm garantiert nicht so gesagt habe. Aber egal.
 
Ich gehe weiter, komme zum Pavillon und stelle fest, dass heute sehr viele Leute sehr unvorsichtig sind. "Kai? Tut mir leid, aber ich hab dir gerade die Kehle aufgeschlitzt." Aber das ist doch langweilig!" Himmel, ist das denn so schwer sich einfach umbringen zu lassen? "Okay, okay! Denk dir halt was aus, aber tot bist du troztdem!"
 
Mir ist langweilig, aber als Kyra aus dem Klo kommt, beschließe ich sie spontan zu ertränken. So langsam find ich dieses Spiel echt gut.
 
Ich bin im Gruppenraum angekommen, keiner da zum umbringen, ich mache mir einen Kakao. Das klingt krank, oder ? Gehe irgendwann wieder raus, Ronja sitzt im Kreis mit ein paar Leichen und wird kurzerhand mit einem Baseballschläger erschlagen. Jetzt muss ich mich beeilen, dass wir sie wahrscheinlich gleich allen erzählen.
 
Ich entdecke Bo, der ganz allein auf der Bank rumliegt und wahrscheinlich über das Leben philosophiert, oder so. "Was los?" fragt er mich, als ich mich neben ihn ins Gras setzte. "Du bis tot. Ich hab dich erstochen."
Christioph liegt in seinem Zelt. "Ronja wollte zu dir petzen gehen. War sie schon da?" "Was petzen?" fragt er. Ich setzte mich. "Du bist tot. Ich hab dich mit deinem Kissen erstickt!" Und da kommt Ronja auch schon.
 
Michael geht an mir vorbei, in Christophs Zelt. Ich mache kehrt. "Michel, du hast doch vom Mörder mehr Action gefordert, oder?" Ich bleibe im Zelteingang stehen. "Dein Pech, du bist tot.Ich hab dir den Schädel zertrümmert." Christoph grinst. Das spiel macht langsam echt Spaß.
 
Später am Abend. Hmm, wer ist denn noch übrig?
 
Martin sitzt vor dem Pavillon und liest. Ich setze mich daneben, sage eine Weile nichts. So langsam fallen mir keine Todesursache mehr ein. Martin? Ich hab dich zerschreddert!"
 
Rüdiger und Claudi sitzen vor Rüdigers Wohnwagen und unterhalten sich. Beide noch viel zu lebendig für meinen Geschmack. Ich geselle mich zu ihnen, warte darauf, dass einer von beiden aufsteht. Claudi tut mir den Gefallen. Rüdiger kommt auf die kleine Diskussion in der Küche zu sprechen und erklärt mir, dass man ihn eigentlich nicht so leicht aus der Ruhe bringen kann. Aha, denke ich. "Dann störts dich ja wahrscheinlich auch nicht, wenn ich dich jetzt erschlage?"
Und da warens nur noch drei.
 
Warte vor der Toilettentür. Claudi kommt raus, ich kann endlich Zähne putzen. Aber vorher ...
"Claudi? Ich hab dir leider das Herz rausgerissen."
Und da warens nur noch zwei.
 
Jörg und Tom sind die beiden letzten. Auf dem Weg zum Zelt sehe ich Jörg am Lagerfeuer sitzen. Ich schaue mich um. Kein Tom zu sehen. Ich setze mich dazu, starre ins Feuer, während Jörg erzählt, dass er zu wenig warme Sachen eingepackt hat. Tja, denke ich. Tote fühlen weder Schmerz noch Kälte, oder? Ich stehe auf, trete hinter ihn und erlöse ihn mit einem Genickschuss von seinem Leid.
Einer fehlt noch. Auf dem restlichen Weg zum Zelt, denke ich darüber nach, ob ich Tom jetzt noch suchen soll um es zu Ende zu bringen, oder lieber morgen beim Frühstück vor versammelter Mannschaft. Hmm, lieber morgen, denke ich und lächle. Es wurde mehr Action gefordert und ich hab sie alle, bis auf diese eine Ausnahme, an einem Abend ins Grab gebracht. Heute Nacht kann ich bestimmt gut schlafen.
 
Eure diesjährige Mörderin Anna

  

Der Dienstag begann wie (leider) üblich mit dem nervigen Gebimmel, welches uns erneut ein fröhliches Erwachen bereitete. Danach folgte der übliche Ablauf: Aufstehen,Frühstücken, Tauchgruppen Einteilung,
Abdecken und danach "Anrödeln" für den morgendlichen Tauchgang. Für mich ging es heute mit meinem Bruder Michael und Martin ins Wasser.
Unser Vorhaben war es zur Plattform zu tauchen um dort ein paar an Bojen befestigte Seile zu entfernen. Zur Freude der nachkommenden Taucher wurde bei dieser Aktion eine Menge Sediment aufgewirbelt, sodass man knapp 10 cm weit sehen konnte. Nach einem langen und kalten Tauchgang zogen wir uns um und kamen zum Nachbriefing in den Clubraum. Nachdem alles erledigt war spielten wir eine Runde Gammeln! Die Regeln sind:
Wer als letzter aufsteht hat gewonnen. Nach ungefähr 2 Stunden Gammeln, in denen sich die Teilnehmer von 10 auf 4 Leute verminderten kam eine freundliche Frau und fragte ob wir für sie im Hafenbecken nach zwei Stücken ihrer am Morgen zerbrochenen Schiffsschraube suchen könnten. Dies klang gut, sodass Michael, Christoh und ich unsere Schnorchelsachen packten und zum Hafenbecken aufbrachen. Nach erfolgreicher Arbeit wurden wir jeweils mit 10€ belohnt.
Diese konnten wir am nächsten Tag in Flensburgs Einkaufsstrasse gut gebrauchen.
 
Bo Grinsen